STANFORD FATA

 

Werk und Technik


„Alles, was unter seiner Hand entsteht, Mensch, Ding, Tier, Pflanze hat organisch geschwungene Formen, erscheint wie gewachsen und fasziniert durch große, sinnliche Ausstrahlung der glatt polierten Oberflächen mit ihrem seidigen Glanz.(…) Die stark abstrahierten Skulpturen sind von zeitloser Schönheit und Gültigkeit“
(Auszug aus dem Einführungstext zur Ausstellung "It's life" von Dr. Ulrike Hauser-Suida, Kunsthistorikerin, 2008).

 

Stanford Fata entdeckt in afrikanischen und europäischen Kulturen grundsätzlich Verwandtes, das ihn anspricht und anregt. Mensch, Flora und Fauna oder Erfahrungen aus der unmittelbaren Lebenswelt - er schöpft aus einer Themen- und Formenwelt, die dem Betrachter fremd und zugleich vertraut erscheint.

Bildliche Elemente der afrikanischen Kunst werden dabei mit europäischen Skulptureinflüssen vereint. Charakteristisch für ihn ist nicht nur die stilistische Vielfalt seiner Werke, sondern auch die Vielzahl der verwendeten Steinarten mit sehr unterschiedlichen Härtegraden.

Sein bevorzugtes Material ist der im Südlichen Afrika typische Serpentinstein wie Opal, grüner, brauner, schwarzer und Frucht-Serpentin oder Springstone (ein besonders harter Serpentinstein), Lepidolith oder Leopardstone. Weiter arbeitet er mit Mainsandstein, spanischem Alabaster oder italienischem Marmor.

Die genaue Kenntnis der Beschaffenheit und Eigenschaften der Materialien versetzt den Künstler in die Lage, seine Werke aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Steinarten mit sehr unterschiedlichen Härtegraden ohne den Einsatz von Maschinen nach seinen Vorstellungen zu formen.

Stanford Fata nutzt die ursprüngliche, expressive Kraft in der Form der Steine. Die Herangehensweise ist dabei rein intuitiv. So entsteht die Skulptur ohne jegliche Vorskizze im Kopf und wird dann direkt aus dem dafür geeigneten Steinblock manuell mit Hammer, Meißel und Raspeln herausgearbeitet. Einfache geschlossene Formen wechseln mit komplexen, durchbrochenen.

Oberflächen spielen dabei eine entscheidende Rolle - mit nassem Sandpapier werden sie entweder fein geschliffen, naturbelassenen oder gehämmert. Um die einzigartigen Farben und Maserungen des jeweiligen Steins dauerhaft sichtbar zu machen, werden entweder nur Teile oder der komplette Stein erhitzt, mit einem Spezialwachs behandelt und vielfach auf Hochglanz poliert.

Kontraste von glatt und rau, hell und dunkel erzeugen Spannungen - wechselseitig bedingte und doch freie Korrespondenz zwischen Fläche, Form und Raum.